Der Juni-Himmel über der Sierra

Lo prometido es deuda. Sierra de Gata Digital anunció a sus lectores el inicio de la publicación de la sección de observación astronómica en inglés, fala, alemán y castellano con el fin de atraer hasta nuestra tierra viajeros europeos en busca de cielos impolutos donde buscar estrellas. Si la semana pasada, gracias a Jakki Cosway y Franjo Antúnez, pudimos publicar el artículo de nuestro colaborador y astrónomo de cabecera M42 en inglés y en fala, ahora, gracias a Hans Schnyder publicamos el artículo-guía “Junio en el Cielo de la Sierra” en alemán. www.sierradegatadigital.es se convierte de nuevo en el primer periódico regional en contar con una sección en cuatro idiomas. Todo sea por ustedes, todo sea por nuestra tierra

Junio. Triángulo de verano 1i
Junio. Triángulo de verano 1i

Liebe Astronauten, während eines ganzen Jahres, vom April 2012 bis zum April 2013, haben wir die wichtigsten Sternbilder besucht, welche von unserem Breitegrad der Nordhalbkugel sichtbar sind. Wir haben dies hauptsächlich aus einem kulturellen Gesichtspunkt getan ohne zu berücksichtigen, ob jeweils ein günstiger Beobachtung-Zeitpunkt war oder nicht. Um unsere Kenntnisse des Sierra-Himmels zu vervollständigen, werden wir eine weitere Jahresreise machen und diesmal diejenigen Sternbilder hervorheben, welche jeden Monat am besten sichtbar sind. Ich werde jeweils in Klammern die Nummer des Kapitels angeben, in welchem wir bei den 27 Kapiteln der vorherigen Serie das entsprechende Sternbild besprochen haben, für diejenigen, welche die entsprechenden Referenzen nochmals durchgehen wollen. Den Link dazu findet man per Anklicken des Ikons „El Cielo de la Sierra“ in der „Sierra de Gata Digital“.

Vor Beginn noch zwei Kommentare, welche für alle Monate nützlich sein werden:

  1. über die Beobachtungszeit. Ich werde die Zeitangaben jeweils auf die Uhrzeit beziehen (zwei Stunden voraus in der Sommerzeit und eine Stunde voraus in der Winterzeit), während die einschlägigen Bücher üblicherweise die so genannte „Weltzeit“ (WZ), englisch „universal time“ (UT) angeben. Die Geschichte der genauen Zeit-Messung ist eng verknüpft mit den Navigationsproblemen und der Kenntnis des Längengrades (Distanz bis zum Referenz-Meridian, angegeben in Stunden und Minuten entlang des äquators). Wer sich speziell dafür interessiert, findet sicher Gefallen bei der Lektüre des Buches „Longitud“ von Dava Sobel, erschienen im Verlagshaus Debate. Die Konsequenz dieser leidenschaftlichen Geschichte war, dass ab Ende des 18. Jahrhunderts die meisten Seeleute den Längengrad in Bezug auf denjenigen Meridian berechneten, welcher durch das britische Sternen-Observatorium in Greeenwich bei London verläuft. Bei der internationalen Meridian-Konferenz von 1884 wurde dieser als Referenz-Meridian erklärt und er markiert nun auch den Tagesanfang,  nach welchem sich alle übrigen Zeitzonen der Welt richten. Seither wird diese Zeit „mittlere Greenwich-Zeit“ (MGZ) genannt oder in Englisch „Greenwich mean time“ (GMT). Da die Erdbewegung (und mit ihr der Sonnenstand) gewisse Unregelmässigkeiten aufweist und die Definition der Zeit deshalb eine höhere Präzision erfordert, ist man zur so genannten „Weltzeit“ (WZ) gekommen, welche nun in der Astronomie gebraucht wird. Aber für unsere nicht professionellen Aktivitäten ist sie praktisch identisch mit der GMT, d.h., wenn wir zum Beispiel im Sommer auf unsere Uhr schauen, müssen wir zwei Stunden abziehen, um zur WZ zu kommen.
  2. über den Beobachtungsmoment. Wie wir schon in der vorherigen Serie gesehen haben, gehen die Sterne jeden Tag vier Minuten früher auf, respektive alle 15 Tage eine Stunde oder jeden Monat zwei Stunden und somit im Jahr 24 Stunden etc. Wenn wir also darüber sprechen, was wir zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Woche sehen, müssen wir in der folgenden Woche eine halbe Stunde früher schauen, in der darauf folgenden eine Stunde etc.

So beginnen wir mit dem Monat Juni, welchen die Römer Juno gewidmet hatten, der Schwester und Gattin des Jupiter („Monat“ leitet sich vom Wort „Mond“ ab, im Englischen „moon“/“month“, woraus ersichtlich wird, welche Bedeutung unser Trabant in der Frühgeschichte des Kalenders hatte). Am 21. Juni, ungefähr um 7 Uhr morgens, durchläuft die Sonne den Wendepunkt, was für uns den längsten Tag und den Sommerbeginn markiert. 

Am Juni-Himmel gibt es drei helle Sterne, welche das berühmte Sternbild der aktuellen Jahreszeit bilden, das SOMMER-DREIECK, bestehend aus VEGA, DENEB und ALTAIR (vgl. Kapitel 6 der vorangegangenen Serie). In der Sierra haben wir das Glück eines so klaren Himmel, dass wir die Milchstrasse erkennen können, welche uns bei unseren Beobachtungen als Leitstruktur dienen soll. In der ersten Juni-Woche sieht man das Sommer-Dreieck ungefähr um 2 Uhr früh (in der folgenden Woche um 1 Uhr 30, in der darauf folgenden um 1 Uhr etc.). Es erstreckt sich von Norden nach Süden, beim Blick nach Santibañes el Alto (immer in Bezug auf Villasbuenas de Gata) in einer Höhe von zwei bis drei Handbreiten: DENEB sieht man auf einer Höhe von etwas mehr als zwei Handbreiten zwischen Cadalso und Torrecilla de los Ángeles; VEGA in einer Höhe von ungefähr dreieinhalb Handbreiten und etwas rechts über Hernán Pérez; ALTAIR in einer Höhe von etwas weniger als zwei Handbreiten zwischen Villa del Campo und Guijo de Galisteo. 

Nun gehen wir zum äussersten Süden der Milchstrasse. Wir wissen schon, dass SCORPIUS (Kapitel 10) das südlichste Sternbild im Tierkreis ist und für uns deshalb fast immer unterhalb des Horizontes liegt. Im Sommer kann man es jedoch gut sehen. Sein roter Stern ANTARES steht etwas mehr als eine Handbreite über Huélaga und SHAULA etwas mehr als eine halbe Handbreite über Coria (zur Erinnerung: Diese Handbreiten werden bei getrecktem Arm ab Horizont gemessen, ohne Berücksichtigung von Bergen und anderen Gelände-Unregelmässigkeiten; eine Handbreite entspricht ungefähr 20°). Das genügt für heute. Bis zum nächsten Mal!