VIII. Der Januar-Himmel über der Sierra

Dies ist der achte Beitrag unseres Hausastronoms M42, welche uns aktuell zur Beobachtung des Januarhimmels anleitet. www.sierradegatadigital.es offeriert diese Miniführer in Fala -- dank Franjo Antúnez, – in Englisch, -- dank Jakki Cosway und in Deutsch, -- dank Hans Schnyder. Mit ihnen möchten wir die Sierra über die spanisch-sprachige Welt hinaus bekannt machen
 

Orion
Orion

Obwohl dies in der spanischen Sprache infolge der Evolution der Sprache etwas verdeckt ist, hat der Januar seinen Namen vom römischen Gott Jano (lateinisch: Januarius), wie dies in anderen Sprachen deutlicher ersichtlich ist, wie im Englischen (January) oder in Deutsch (Januar).

In diesem Monat wird sich unsere Betrachtung auf den Süden konzentrieren. Aber vorher möchte ich daran erinnern, falls die Sicht zum besprochenen Zeitpunkt durch Nebel getrübt sein sollte, dass die gleiche Himmelsansicht nach einer Woche jeweils eine halbe Stunde früher zu sehen ist, wie wir schon im ersten Kapitel dieser Serie gesehen haben. Also kommen wir zur Sache.

Am ersten Tag um 12 Uhr nachts steht als eindrücklichstes Sternbild Orion am Himmel (Kap. 17), auch genannt der Riese, der Jäger oder Central, voll von prächtigen Sternen: Der rote BETELGEUSE (die Schulter des Jägers), neben der Milchstrasse, in einer Höhe von etwas weniger als drei Handbreit über Coria; der bläulich-weisse RIGEL (linker Fuss des Jägers), ungefähr zwei Handbreit über Huélaga; BELLATRIX (die Kriegerin), etwas weniger als drei Handbreit über Casas de Don Gómez; und zwischen diesem und Coria stehen SAIPH (das Schwert) ungefähr zwei Handbreit und die Gürtelsterne, von unten nach oben: ALNITAK (die Taille), ALNILAN (die Perlschnur) und MINTAKA (der Gürtel), alle in einer Höhe von ungefähr zweieinhalb Handbreit. Überdies hat Orion zwei berühmte Nebel, die uns von blossem Auge nur als Flecken erscheinen: Der PFERDEKOPF-Nebel (NGC 2024) knapp unterhalb von Alnitak und der GROSSE ORION-NEBEL (M42) unterhalb des Gürtels und etwas links von Casas de Don Gómez.

Zum Sternbild Canis Major, der grosse Hund (Kap.16), gehört der hellste Stern des Firmaments, ebenfalls nahe bei der Milchstrasse, SIRIUS (der Glitzernde, Versengende), anderthalb Handbreit links von Coria; über diesem und auf gleicher Höhe steht MIRZAM (der Herald); WEZEN (das Gewicht) in einer Höhe von etwas weniger als eine Handbreit und rechts von Calzadilla; schliesslich findet sich auf gleicher Höhe aber zwischen Calzadilla und Coria der Doppelstern ADHARA (die Jungfrauen).

In dieser Region haben wir noch zwei weitere kleine Sternbilder: Columba, die Taube (Kap. 21) mit PHAET (vom Wort „Erde“) und WEZEN (das Gewicht), beide links von Casas de Don Gómez und in einer Höhe von ungefähr dreiviertel Handbreit (diese alle stehen sehr nahe am Horizont und sind eine Stunde später besser sichtbar); ferner das Sternbild Lepus, der Hase (Kap. 21), mit ARNEB (der Hase) etwas mehr als anderthalb Handbreit über Casas de Don Gómez, und NIHAL (die Kamele, welche den Durst löschen), etwas tiefer und rechts von seinem Gefährten.

Und nochmals: Ein glückliches und gerechteres 2014!